Nordic Walken mit dem Valbella Inn Resort

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Nordic Walken mit dem Valbella Inn Resort

Wunderbar familiär wird es, wenn sich die Gäste der Nordic Walking-Kurse alljährlich im Valbella Inn Resort treffen. Im Sommer 2016 fanden die beliebten Kurse bereits zum zehnten Mal statt.

Morgens um neun ist die Welt noch in Ordnung, hiess es einst in einem berühmten Film. So ist es auch bei den Gästen des Valbella Inn Resort, die in Alvaneu-Bad zum Nordic Walking Tagesausflug starten. Guter Dinge steht die muntere Runde in den Laufschuhen bereit. Die schnelleren unter ihnen schwingen die Stöcke bereits von hier weg. Die Gemütlicheren werden von Ramona Vogt noch bis zum Bahnhof Filisur chauffiert, von wo das rote Bähnchen sie nach Wiesen bringt. «Main-Station» hat hier ein Spassvogel bei der Haltestelle in eine Holztafel geschnitzt, als wäre man im Zürcher Hauptbahnhof. Tanja Schäfli lotst ihre Gruppe auf einen kleinen Waldweg. «Von hier walken wir zur Ranch Farsox zum Mittagessen», klärte sie auf. Es sei nicht so anstrengend und auch nicht sehr weit. Ein Stück weiter und mit grandioser Aussicht auf das Wiesner Viadukt werden dann nochmals die Bewegungsabläufe repetiert. «Arme unter dem Bauchnabel durch, den Fuss abrollen, die Schritte lang», erklärt Tanja. Alles klar. Munter geht es weiter. Es wird gelacht, über dies und jenes diskutiert, da und dort ein kleiner Halt eingelegt für einen Schluck aus der Trinkflasche. «Geht’s?», fragt Tanja gelegentlich mit einem Blick zurück? «Alles in Ordnung», tönt es zurück. Der schmale Weg führt dem Hang entlang zu einem Rastplatz mit einer Feuerstelle, gleich darauf taucht auf einer Wiese ein kleines Häuschen auf. Die Bewohner grüssen freundlich. Sie würden diesen Weg jeden Morgen zurücklegen, zum hierherzukommen. Die Abgeschiedenheit und die ursprüngliche Natur hier seien fantastisch, erzählen sie. So ist es tatsächlich. Der würzige Duft nach Wiesenkräutern und Tannen, der blaue Himmel darüber und der Blick auf das Landwasser, dem Zufluss zur Albula, sind einzigartig.

Fast wie ein Klassentreffen
Ein kleiner Abstieg bis hinunter an den Fluss folgt. Von da sei schon bald das Landwasserviadukt sichtbar, meint Tanja. Der Weg ist nun breiter und tatsächlich, schon nach einer guten Viertstunde kommt das weltberühmte Bauwerk zum Vorschein. Steht man darunter reicht es bis in den Himmel. Schnell noch ein Gruppenfoto fgemacht zur Erinnerung und schon geht es weiter dem «Zmittag» entgegen. Statt des Duftes nach würzigen Kräutern steigt bald einmal derjenige nach Würsten und frischen Forellen vom Grill in die Nase. Cordo und Rebecca Simeon haben den Tisch gedeckt. Tut gut, jetzt Schuhe und Socken auszuziehen, die Füsse zu strecken und etwas Feines zu schnabulieren. Sie sei schon zum siebten Mal dabei erzählt Andrea, sie in der Nordic Walking Kurs Valbella Inn Resort, ihr Mann in der Bike-Truppe des Valbella Inn Resort, die parallel gegründet worden sei. Es habe sich so ergeben, weil er lieber bike und sie lieber laufe. Albi und seine Frau nehmen zum neunten Mal an den Nordic Walking Tagen des Valbella Inn Resort teil. «Wir finden es einfach lässig. Es ist inzwischen jeweils schon fast wie ein Klassentreffen». Und augenzwinkernd fügt er hinzu: «Am besten gefällt mir nach jeder Tour jeweils der Durst». Na dann, wohl bekomm’s und bis zum nächsten Jahr.

Mit Herz und Seele Nordic Walkerin

Tanja Schäfli ist seit zehn Jahren Leiterin und Organisatorin der Nordic Walking Kurse im Valbella Inn Resort. Der Redaktion erzählte sie, wie es dazu gekommen und was wichtig ist beim Nordic Walken.

Tanja Schäfli, bist du berufsmässig mit den Stöcken unterwegs?
Ich bin Nordic Walking Instruktorin, mache das aber nicht hauptberuflich sondern nebenbei, unter anderen gebe ich auch diese Kurse hier im Valbella Inn Resort.

Du kommst jeweils extra nach Valbella dafür?
Ich bin in Gsteig bei Gstaad aufgewachsen und habe hier in Valbella dann während einigen Wintersaisons Skiunterricht erteilt. Dadurch hatte ich schon Verbindung mit Valbella. Seit 17 Jahren wohne ich aber in Interlaken.

Wie sind die Kurse im Valbella Inn Resort entstanden?
Eigentlich durch den Skispass, den Paul Widmer seit nunmehr 16 Jahren organisiert. Er hatte die Idee, man könnte im Sommer Nordic Walking Kurse anbieten. Das war vor zehn Jahren. Thomas und Ramona Vogt fanden das eine tolle Sache. Paul Widmer kam dann mit der Anfrage auf mich zu, die Leitung und Organisation zu übernehmen.

Ist das 10-jährige Jubiläum speziell für dich?
Ja, definitiv. Vor allem auch, weil so viele Gäste teilnehmen. Einige von ihnen sind seit zehn Jahren mit dabei. Andere zum neunten Mal. Immer wieder kommen aber auch neue dazu. Dieses Jahr ist es speziell, weil man selbst feststellt, wir waren schon zehn Mal mit einander auf Touren, haben viel zusammen erlebt. Einmal, so erinnere ich mich, haben wir uns im Sommer durch den Schnee gekämpft. Ein anderes Mal hat es vier Tage durchgehend geregnet. Damals haben wir den Tagesausflug auf den Tag gelegt, von welchem wir dachten, es sei am wenigsten nass. Damit war dann nichts, es regnete Bindfäden. Über Val Sporz wanderten wir zur Alp Fops, wo wir «pflotschnass» ankamen. Unsere nassen Kleider hängten wir in der ganzen Hütte auf und Gian Valär verwöhnte uns mit heissem Tee. Solche Erlebnisse bleiben den Gästen in Erinnerung und verbinden.

Werden die Valbella Inn Resort-Gäste auch in Theorie unterrichtet?
Auf jeden Fall. Es ist immer so, dass wir am ersten Tag auffrischen. Gäste, die neu zur Gruppe gekommen sind, erhalten eine detaillierte Schulung. Gelegentlich machen wir unterwegs Videos, die wir am Abend besprechen, damit die Gäste sehen, wo sie selbst stehen und wo ich noch helfen kann. Zudem gibt es Ernährungstipps für solche, die es möchten. Der Tagesausflug ist dann die Wanderung, um zusammen gemütliche Zeit zu verbringen und das gelernte umzusetzen.

Tanja, worauf muss man beim Nordic Walking achten?
Beim Nordic Walking ist es ganz wichtig, dass das Material stimmt. Es braucht einen leichten Stock, der gut ausbalanciert ist und einen weichen Schuh, der gut abrollt. Wichtig ist, dass man beim Nordic Walking den Arm unten durch nimmt, also nicht höher als der Bauchnabel und ganz bis hinten schiebt, so dass man beide Phasen, ziehen und stossen, ausführen kann. Ebenfalls wichtig ist der lange Schritt. Je kürzer der Schritt, desto weniger kann ich mit den Armen mitarbeiten. Und zum Dritten ist es der aufrechte Gang, also den Brustkorb zu öffnen, damit man gut atmen kann.

Es braucht aber auch Körperspannung?
Es braucht natürlich Körperspannung. Ich sage immer, man soll den Bauchnabel gegen Brustkorb ziehen. So spannt man die Rumpfmuskulatur an und kann man optimal Druck geben auf den Stock.

Und wie bestimmt man die Stocklänge?
Die Stocklänge rechnet man Körpergrösse geteilt durch drei Mal zwei.

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