Mit einer Prise Leidenschaft

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Mit einer Prise Leidenschaft

Mit einer Prise Leidenschaft und ganz viel Können

 Schon als Knirps hat er gerne und oft in Kochtöpfe geguckt. Seit sechs Jahren guckt er im Valbella Inn Resort nicht nur – er kocht auch – und wie. Nun ist er der neue Chef am Herd in der Capricorn-Küche: Andreas Knogl.

Entweder man hat es – oder man hat es nicht: das nötige Fingerspitzengefühl für die Finessen in der Küche. Einer, der es garantiert hat ist Andreas Knogl. Seit diesem Sommer ist er als Nachfolger von Tobias Jillich der Chef hinter den Kochkulissen im Valbella Inn Resort. Andreas Knogl ist quasi zwischen den Kochtöpfen aufgewachsen. Seine Eltern führten ein kleines Haus mit Gästezimmern und Restaurant in Stuttgart Bad Canstatt. Da durfte er schon früh den Kochlöffel selber schwingen. «Ich habe oft im Betrieb mitgeholfen. Grösstenteils hat mir das Kochen schon in der Kindheit sehr viel Spass gemacht», erzählt der heute 44-Jährige.

 

Gelernt hat der gebürtige Deutsche sein Metier im Hotel Hohenlohe in Schwäbisch Hall. Nach dem eineinhalbjährigen Zivildienst wechselte er an den Europäischen Hof in Heidelberg. «Da ging es richtig los. Nach der Zeit im Zivildienst musste ich mich erst einmal wieder im Beruf zurechtfinden. Zwölf bis dreizehn Stunden am Tag in der Küche waren keine Seltenheit.» Andreas Knogl hielt durch, denn eigentlich war sein Ziel, einmal das Restaurant seiner Eltern zu übernehmen. Es kam aber anders.

Eines Nachts riefen ihn Kollegen aus Braselton/Giorgia in den USA an. Ob er nicht Lust habe nach Amerika zu kommen. Das klang, ganz im Sinne von Andreas Knogl, nach Abenteuer. Bis alle nötigen Papiere komplett waren, dauerte es zwar ein bisschen. «Letztendlich hat es aber geklappt.» Verantwortlich war er für ein Gourmetrestaurant, eine amerikanische und ganz andere Küche als die Europäische. «Eine schnelle und einfache», erklärt er. Achtzehn Monate später kehrte er nach Heidelberg zurück, wo er unter anderem mit einem Freund zusammen ein Restaurant führte. Der weitere Weg führte ihn nach Italien in die Dolomiten. «Eigentlich mag ich vor allem das Meer, aber da habe ich auch die Berge schätzen gelernt», meint er.

Das dürfte schliesslich auch einer der Gründe gewesen sein, dass er sich im Jahr 2012 fürs Valbella Inn Resort entschied. Nun steht er ab diesem Sommer der Küchenbrigade vor und hat sich dazu natürlich ein paar Gedanken gemacht. «Das Rad kann man nicht neu erfinden», erklärt er. «Die traditionelle Schweizer Küche ist mir wichtig, einfache Produkte neu zu gestalten, ein klares Geschmacksbild ohne viel Firlefanz», hält er seine Werte fest. Also gradlinig und bodenständig. Dies natürlich so weit wie möglich mit regionalen Produkten von der Lenzerheide und aus dem Kanton Graubünden. Wobei, und nun lacht er verschmitzt: «Es dürfen natürlich auch mal Aprikosen aus dem Wallis sein.»

 

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